Raus aus dem überteuerten Baukredit – ohne Vorfälli gkeitszinsen?

Der SRI e. V. als Anlegerschutzverein unterstützt Sie dabei und informiert über eine neue Rechtsprechung im Bereich Immobiliendarlehensvertrag.

Widerrufsbelehrungen meistens ungültig.

Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung besteht bei Darlehensverträgen die Möglichkeit, dass sich Verbraucher von unliebsamen und teuren Kreditverträgen lösen können und zwar sogar auch noch lange Zeit nach Abschluss des Kreditvertrages.
Was bedeutet das?
Grundsätzlich müssen Widerrufsbelehrungen bei Verbraucherdarlehen/-Kreditverträgen dem Deutlichkeitsgebot entsprechen und dürfen keine irreführenden Angaben enthalten. Das Widerrufsrecht soll den Verbraucher schützen. Dieser Schutz erfordert eine umfassende,
unmissverständliche und für den Verbraucher eindeutige Belehrung. Der Verbraucher
soll nicht nur von seinem Widerrufsrecht in Kenntnis gesetzt werden, sondern auch in die Lage versetztwerden, dieses auszuüben. Er ist deshalb gemäß § 3
55 Abs. 2 S. 1 BGB insbesondere auch über den Beginn der Widerrufsfrist eindeutig zu informieren (Deutlichkeitsgebot). Der Bundesgerichtshof hat in der Vergangenheit Widerrufsbelehrungen in Verbraucherkreditverträgen wegen Verstoßes gegen das Deutlichkeitsgebot für fehlerhaft und damit für unwirksam erklärt (z. B. BGH
Urteil vom 10.3.2009, XI ZR 33/08). Folge einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung ist,
dass der Beginn der Frist der Ausübung des Widerrufsrechts nicht in Gang gesetzt wird, so dass ein Widerruf eines Kreditvertrages grundsätzlich auch Jahre später noch ausgeübt werden kann.

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